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Personal Trainer, Gesundheitsberater

Übergewicht als Krankmacher – eine fachliche Erklärung mit Tipps zur Veränderung

21. September 2017 Institut, Persönliches KörperManagement®

von Dr. Bernd Gimbel, KörperManagement® KG Bad Homburg –

Viele übergewichtige Menschen bekunden, dass sie sich trotz ihrer Körperfülle wohlfühlen. Der Volksmund sagt: „Dicke sind gesellige Genießer“. Soweit die subjektiven Empfindungen und Volksweisheiten. Wissenschaftlich steht fest, dass Übergewicht die Fett-Eiweiß-Moleküle (Lipoproteine) im Blutserum negativ beeinflusst, und dass ab einem Body-Maß-Index (BMI) von 26 die Insulinempfindlichkeit der Zellmembranen abnimmt. Dies hat drastische Folgen für den Fettstoffwechsel: Das gefäßschädigende LDL-Cholesterin steigt ebenso an wie die Triglyceride (Blutfette). Das gefäßschützende HDL-Cholesterin sinkt. Das bedeutet, dass sich wichtige Risikofaktoren zur Bildung einer „Verkalkung“ der Arterien (Atherosklerose) erhöhen, Schutzfaktoren wie das HDL-Cholesterin dagegen sinken.

Häufig verordnet der Arzt bei übergewichtigen Menschen mit erhöhtem LDL-Cholesterin ein sog. Statin, also ein Medikament, um das Cholesterin zu senken. Damit lässt sich zwar das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung durch erhöhtes LDL reduzieren, nicht aber die Folgen einer gestörten Insulinresistenz. Dies bedeutet, dass die Zellen vermindert auf Insulin reagieren und damit die Konzentration von Insulin und Zucker im Blut steigt. Eine Insulin-resistenz stört ebenfalls den Fettstoffwechsel. Vermehrt werden Fettsäuren aus dem Gewebe freigesetzt und mit Hilfe eines Trägermoleküls vom Blut zur Leber transportiert.

Die Leber ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan. Zur Energiegewinnung kann sie sowohl Kohlenhydrate als auch Fettsäuren verwenden. Sie bevorzugt allerdings Kohlenhydrate, z.B. auch Alkohol. In diesem Fall werden weniger energiereichere Fettsäuren in den Mitochondrien verstoffwechselt. Diese kleinen Organe in den Zellen sind als Kraftwerke für unsere Energiegewinnung zum Leben zuständig. Die verbleibenden Fettsäuren werden dann zu Lipiden aufgebaut und als Körperfett gespeichert.

Die Hemmung des Fettstoffwechsels hat eine bedeutende Auswirkung auf unsere Energiebilanz, denn 1 g Glukose enthält Energie von ca. 4 kcal, 1 g Fett dagegen von ca. 9 kcal, also mehr als das Doppelte. Alkohol liegt mit ca. 7 kcal zwischen den beiden wichtigsten Energieträgern. Zum einen kommt es bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten demnach zu einem geringeren Kalorienverbrauch, zum anderen steigt die Triglycerid-Konzentration, wenn nicht ausreichend Fettsäuren abgebaut werden können. Damit erhöht sich für den Betroffenen das Risiko einer koronaren Herzerkrankung (Herzinfarkt, Schlaganfall). Bei unzureichender Bewegung kommt es außerdem zu einer Reduzierung der Enzymausstattung in den Mitochondrien, weil diese nicht mehr ausreichend beansprucht werden. Unsere Leistungsfähigkeit geht zurück.

Ein wichtiges Enzym beim Fettabbau ist die Lipoproteinlipase. Werden Fette verzögert abgebaut, bleiben sie demzufolge länger in höherer Konzentration im Blut. Ebenso verhält es sich mit den Nahrungsfetten, die über die Verdauungsvorgänge ins Blutgefäßsystem gelangen. Da sie mit Zellen des Immunsystems in der Blutgefäßwand interagieren, kommt es zu einer Beschleunigung der Arteriosklerose.

 

Fazit:

  • Achten Sie frühzeitig auf eine ausgeglichene Energiebilanz, indem sie Ihr Bewegungs- und Ernährungsverhalten in Balance halten.
  • Ihre Triglycerid-Konzentration im Blut solle < 150 mg/dl liegen (je niedriger, desto besser). Ihr Blutbild gibt darüber Auskunft.
  • Gehen Sie sorgsam mit Ihrem Hormon Insulin um, indem Sie weitgehend auf einfache Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl, Süßigkeiten etc.) verzichten, denn Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senkt.
  • Bewegen Sie sich ausreichend, denn Bewegung (nicht alleine Sport) wirkt wie Insulin: es senkt ebenfalls den Blutzucker.
  • Vermeiden Sie, dass Ihre Körperzellen durch ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung insulinresistent werden, denn damit verschlechtert sich Ihr gesamter Fettstoffwechsel.
  • Wollen Sie abnehmen, dann vermeiden Sie Alkohol, damit die Zellen mehr Fettsäuren verstoffwechseln und damit mehr Kalorien abbauen können. Außerdem senken Sie damit die Triglyceride (Risikofaktoren) und erhöhen die HDL-Cholesterin-Konzentration (Schutzfaktor) im Blut.
  • Bewegen Sie sich in moderatem Tempo. Damit trainieren sie den Fettstoffwechsel. Ihr Organismus passt sich der Belastung an, bildet größere und mehr Mitochondrien mit den darin enthaltenen Enzymen. Sie werden leistungsfähiger. Außerdem verbessert sich wieder die Empfindlichkeit Ihrer Zellen für Insulin.
  • Reduzieren Sie langsam Ihr Gewicht. 2 kg / Monat sind gesund.
  • 5 kleine Mahlzeiten sind besser als 2 üppige. Als Beilage stets Salat und Gemüse mit unterschiedlichen Farben (sekundäre Pflanzenstoffe) verwenden. Vermindern Sie den Anteil an gesättigten und ernähren Sie den Anteil von ungesättigten Fettsäuren.
  • „Doktern“ Sie nicht selbst an sich herum. Ziehen Sie lieber einen Mediziner, Ernährungs- und / oder Bewegungsexperten zu Rate.

 

Erklärungen der Begriffe zum besseren Verständnis:

Fette – auch Lipide oder Triglyceride genannt, weil sie aus einem Molekül Glycerin bestehen, das mit 3 Fettsäuren verbunden ist.

Fettsäuren – Bestandteil des Fett-(Triglycerid-)moleküls

Körperfett – Fettanteil am Körpergewicht (neben der fettfreien Masse Muskulatur und Flüssigkeit)

Blutfette – im Blut gelöste Fettbestandteile. Dazu gehören neben den Fettsäuren auch die Cholesterine (siehe Abb.).

Cholesterin – Fettmolekül, das verschiedene Bestandteile unterschiedlicher Dichte besitzt. Das LDL-Cholesterin ist das für die Gefäße schädigende Molekül (Risikofaktor), weil es an der Atherosklerose beteiligt ist. Das HDL-Cholesterin ist das Molekül, das die Gefäße vor Atherosklerose schützt (Schutzfaktor).

Übergewicht, Cholesterin, Abnehmen, Gewicht reduzieren
Abb. Cholesterinstoffwechsel

(aus B. Gimbel, Körpermanagement – Handbuch für Trainer und Experten der betrieblichen Gesundheitsförderung, Springer Verlag 2014)

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Persönliches KörperManagement - Personal Training neu gedacht - Dehnübung - Physiotherapie

Physiotherapie bei KörperManagement®

14. September 2017 Institut, Persönliches KörperManagement®

Ganzheitliches Trainings- und Therapiekonzept bei KörperManagement®

In Zusammenarbeit mit Kathrin Bamberger, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin für Physiotherapie, bieten wir unseren Kunden ein ganzheitliches Trainings- und Therapiekonzept. Dabei steht Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden im Mittelpunkt. Mit Hilfe einer hochwertigen Diagnostik und Therapie helfen wir Ihnen Ihre Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen und Ihre Lebensqualität zu steigern.

Folgende Therapie-Leistungen bieten wir in unserem Institut für Privatversicherte oder Selbstzahler (bspw.) an:

  • Krankengymnastik
  • Manuelle Therapie
  • Beckenbodengymnastik
  • Sportphysiotherapie
  • Kiefergelenksbehandlung
  • Wärmetherapie
  • Klassische Massage
  • Klassisches Taping / Kinesiotaping
  • Lymphdrainage

Um einen nachhaltigen Erfolg und eine dauerhafte Genesung zu gewährleisten, stehen Ihnen in unserem Institut flexible und nach Ihren individuellen Bedürfnissen gestaltete (Folge-) Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. So können Sie an unseren hochwertigen Geräten und mit gezielten Übungen Ihre Muskulatur langfristig stärken und Ihre Ausdauer kontinuierlich wieder aufbauen.

Lernen Sie uns kennen und erleben Sie den Unterschied!

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!

Resilienz, gesunde Balance

KörperManagement® – Tipp: Bleiben Sie in Balance!

6. September 2017 Allgemein, Betriebliches KörperManagement®, Persönliches KörperManagement®

10 Regeln für eine gesunde Balance –

unsere Gesundheit ist mehr als nur durch Bewegung und Ernährung beeinflussbar. Auch die eigene Lebensphilosophie, und unser Umgang mit beruflichen, aber auch privaten Situationen im Alltag spielt dabei eine wichtige Rolle. Von grundsätzlicher Bedeutung ist: Bleiben Sie in Balance! Dazu möchten wir Ihnen heute 10 Regeln mit auf den Weg geben, deren Befolgen ebenfalls Ihre Gesundheit positiv beeinflussen kann:

  1. Ihre Zeit ist begrenzt. Setzen Sie Prioritäten auf Dinge, die Ihnen wichtig sind.
  2. Erhaltung Ihrer Leistungsfähigkeit braucht Pausen. Verteilen Sie diese über den Tag.
  3. Mahlzeiten sind Pausenzeiten. Vermeiden Sie währenddessen andere Dinge zu tun.
  4. Bleiben Sie nicht zu lange im Büro. Sie können nur eine bestimmte Zeit effizient arbeiten.
  5. Gönnen Sie sich mindestens einen Tag pro Woche als „Ruhetag“.
  6. Planen Sie regelmäßigen Urlaub zum „Abschalten vom Alltag“ ein.
  7. Schlafen Sie in ruhiger Umgebung mindestens 6 Stunden pro Tag.
  8. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und setzen Sie sich nicht selbst unter Druck.
  9. Meiden Sie Faktoren, die Sie stressen (Stressoren), aber akzeptieren Sie Dinge, die unvermeidbar sind.
  10. Ärgern Sie sich nicht über Gegebenheiten, die Sie nicht beeinflussen können.

Einige Regeln klingen vermutlich banal. Überprüfen Sie dennoch kritisch, ob Sie diese tatsächlich konsequent umsetzen. Wählen Sie maximal 3 davon aus, die in Ihrem Alltag noch nicht etabliert sind und versuchen Sie zukünftig diese umzusetzen. Denken Sie daran: Ein Leistungssportler wird nur dann erfolgreich sein, wenn er Regenerationszeiten einhält. Zuviel Training heißt Übertraining und führt zu Leistungseinbußen. Das gilt auch für Sie im Berufsalltag, denn es ist ein (bio)logisches Gesetz, dem alle Menschen unterworfen sind!

Viel Spaß und Erfolg beim „Balancieren“ wünscht Ihnen

Dr. Bernd Gimbel

KörperManagement® KG Bad Homburg

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