Krankheiten werden international durch den sogenannten ICD-Schlüssel (International Classification of Diseases – „Internationale Klassifikation von Krankheiten“), der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeregt wurde, klassifiziert. Bislang fehlte dort das heutzutage stark verbreitete Syndrom Burnout.

Die WHO hat sich nun entschieden, Burnout auf die Liste der Krankheiten aufzunehmen und ihn als „chronischen Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird“, definiert. Die Erkrankung umfasst verschiedene Dimensionen

  • Erschöpfungsgefühl
  • zunehmende Distanz oder negative Haltung zum eigenen Job
  • verringertes berufliches Leistungsvermögen.

Die WHO bezieht sich dabei ausschließlich auf das berufliche Arbeitsfeld und schließt Risikofaktoren aus anderen Lebensbereichen (z.B. Familie) aus. Die neue Klassifikationsliste mit dem Namen ICD-11 soll im Januar 2022 in Kraft treten.

Mein Tipp: Lassen Sie es nicht soweit kommen. Prüfen Sie hin und wieder Ihre persönliche Situation und unterbrechen Sie frühzeitig die Spirale der Entwicklung (siehe Abb.), wenn Sie erste Anzeichen von Burnout erkennen. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, dann greifen Sie am besten auf professionelle Hilfe zurück.

Herzliche Grüße

Dr. Bernd Gimbel