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Ausdauertraining

Effizientes Ausdauertraining – Welche Methode ist die Beste?

3. März 2021 Aktuelles, Allgemein, Persönliches KörperManagement®

HIIT oder MCT?

Es gibt keinen Zweifel daran: Ausdauertraining ist gut für die Gesundheit, sei es zur Prävention oder als Rehabilitation nach Herz-Kreislauferkrankungen. Ob dabei allerdings hochintensives Intervalltraining (HIIT) oder moderates Training (MCT – moderate continuous training) mehr Erfolg bringt, war lange Zeit nicht geklärt. Bei Klärung der Frage müssen wir zwischen den Zielgruppen Patient*innen mit Herzmuskelschwäche (eingeschränkte Pumpleistung des Herzens), gesunden Personen und Sportler*innen trennen.

Das körperliche Training bei Patienten*innen mit Herz-Kreislauferkrankungen wurde bis vor ca. 10 Jahren noch relativ zurückhaltend beurteilt, weil die Furcht vor Schädigungen am Herzmuskel das Denken bestimmte. Schonung hieß das Rezept der Medizin, ohne zu berücksichtigen, dass der frühere Inaktivitätenkreislauf dieser Menschen Teil der Ursache ihrer aktuellen Erkrankung darstellte.

Im Jahr 2007 wurden erstmals in einer kleinen Studie die Vorteile von HIIT gegenüber dem MCT veröffentlicht. Die Fähigkeit des Organismus, Sauerstoff aufzunehmen, zu den Zellen zu transportieren und dort zu verstoffwechseln (auch als maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit oder VO2max bezeichnet), sowie das Volumen und der Ausstoß des Blutes aus der linken Herzkammer stieg nach HIIT stärker an als nach MCT. Allerdings war die Studie zu klein, um daraus allgemeingültige Folgen ableiten zu können.

Viele andere Studien offenbarten aber zuverlässig, dass sich regelmäßiges MCT positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkte. Die körperliche Belastbarkeit stieg ebenso wie die Lebensqualität, die Krankheits- und Todesrate sank. Training wurde ein ergänzender Effekt zu der Einnahme von Medikamenten zugesprochen. Ob sich allerdings bei Herzinsuffizienz HIIT günstiger als MCT auswirkt, blieb eher eine Glaubensfrage.

In den letzten Jahren wurde dann immer stärker auf der Basis entsprechender Studien das HIIT propagiert.  Auf besonderes Interesse stieß 2017 die SMARTEX Heart Failure Studie. Darin wurden 261 Patienten*innen mit systolischer Herzinsuffizienz in zwei Gruppen geteilt. Die eine trainierte 12 Wochen (36 Trainingseinheiten) lang auf dem Ergometer nach der HIIT-Methode mit 90-95% ihrer maximalen Herzfrequenz. Die andere über den gleichen Zeitraum nach der MCT-Methode mit 60-70% der maximalen Herzfrequenz. Eine dritte Kontrollgruppe erhielt lediglich allgemeine Empfehlungen zur körperlichen Aktivität. Am Ende des Studienzeitraums konnte kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Trainingsgruppen z.B. bei der Steigerung der VO2max festgestellt werden. Beide Trainingsgruppen steigerten ihre Leistungsfähigkeit jedoch gegenüber der Kontrollgruppe.

Fazit laut Ärztezeitung: „Einen „Paradigmenwechsel“ im körperlichen Training bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz wird es nach diesen Ergebnissen nicht geben. Ausdauertraining von moderater Intensität bleibt somit weiterhin das Standardmaß für die körperliche Aktivität.

Ähnliche Diskussionen, welche Methode beim Ausdauertraining die bessere sei, existieren auch seit den 70er-Jahren beim Training mit Gesunden. Verschiedene Lager propagierten immer wieder ihre Methode als die erfolgreichere und legten dazu entsprechende Studien vor.

Die Trainingsmethode ist abhängig vom Ziel

Eine derartige Diskussion ist wenig zielführend. Sie lässt sich nur unter Berücksichtigung der Zielsetzung des Trainingsprozesses führen. Eine Verbesserung der Grundlagenausdauerleistungsfähigkeit kann nicht mit Hilfe der HIIT- sondern muss verstärkt über die MCT-Methode stattfinden. Beim Ziel einer Verbesserung der VO2max kommt eher die HIIT-Methode zum Einsatz. Dadurch lässt sich in kürzerer Zeit die Leistungsfähigkeit verbessern. Allerdings ist diese weniger stabil als beim Aufbau über die MCT-Methode, so dass sie bei Trainingsausfall z.B. durch Krankheit, auch schnell wieder abgebaut wird. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Ständig nur nach der MCT-Methode zu trainieren kann schnell zu Langeweile führen. Ausschließlich sich nur nach der HIIT-Methode zu belasten, kann auf Dauer Übertraining und damit einen Leistungseinbruch nach sich ziehen.

Am Beispiel des Marathonsports, wo mit hohen Umfängen trainiert wird, zeigt sich das „Spiel mit den beiden Methoden“ deutlicher. Ab einem bestimmten Niveau kann die Leistung nicht mehr über weitere Umfangssteigerungen verbessert werden. Deshalb trainieren Marathonläufer*innen ca. 80 ihrer Gesamtjahresumfänge mit niedrigintensiven, aber lang andauernden Belastungen von nur 55-65% der VO2max. Diese Methode wird auch als High volume- (HVT) oder Low intensity training (LIT) bezeichnet. Den Rest von ca. 20% absolvieren die Marathonis nach der HIIT-Methode mit 90-100 ihrer VO2max.

Methodenwahl im Gesundheitssport

Beim Gesundheitssport ist bei der Methodenauswahl noch zu berücksichtigen, dass hoch intensive Intervalle Stresshormone im Körper freisetzen und eine enorme psychische Belastung darstellen. An die Leistungsgrenze zu gehen, so wie beim Leistungssport üblich, heißt immer auch „sich quälen“ zu müssen. Leistungssportler*innen kennen und akzeptieren dies, weil sie erfolgreich sein wollen. Ob es für Gesundheitssportler in der modernen Arbeitswelt zielführend ist, sich noch weiteren psychischen Stressbelastungen im Alltag auszusetzen, ist fraglich. Noch ein weiterer wichtiger gesundheitlicher Aspekt ist bedeutsam für die Methodenwahl. Mit höherer Intensität steigt das Verletzungsrisiko. Außerdem können sich unerkannte Infektionen im Körper, als kardio-vaskuläre Spätfolgen auswirken.

Fazit

Wenn Sie Einsteiger*in sind, gesünder trainieren und sich ein gutes Fundament an aerober Kapazität aufbauen wollen, dann sollten Sie die MCT-Methode mit zeitweise auch intensiveren Belastungen bevorzugen. Wenn Sie schon besser trainiert, die Dauerleistungen Ihnen im Training zu langweilig sind und Sie zwecks Motivation Abwechselung suchen, sowie Ihre Leistungsfähigkeit steigern möchten, dann wechseln Sie zwischen den beiden Methoden ab. Der Schwerpunkt sollte aber immer bei der MCT-Methode liegen.

Als Patient*in lassen Sie es sicherheitshalber lieber langsamer, aber regelmäßiger angehen. Wenn der Wunsch nach höheren Belastungen steigt, dann holen Sie sich medizinischen Rat ein.

Bezüglich der Methodenwahl gilt wie häufig im Leben: Die Wahrheit liegt immer irgendwo zwischen den Extremen. Ob gesund oder gesundheitlich vorbelastet, begeben Sie sich in die Hände von Experten*innen, denn sie finden für Sie die beste Strategie zum Erreichen Ihrer Ziele.

Sportliche Grüße, treffen Sie bei der Wahl der Methode die richtige Entscheidung und bleiben Sie gesund.

Ihr

Dr. Bernd Gimbel

Body Mind online Rückentraining Fitnesskurs

Aktive Mittagspause Body & Mind Rückentraining

24. Februar 2021 Aktuelles, Allgemein, Persönliches KörperManagement®

Zoom-Fitness-Kurs von KörperManagement

Ihr Körper und Ihre Gedanken sind unmittelbar miteinander verbunden. Was man fühlt, das kann man auch denken. „Body & Mind sind ein Team“ und nichts funktioniert ohne den anderen Teil.

Ihre Gedanken sind am Körper ablesbar. Denken Sie zum Beispiel an die Unterschiede Ihrer Körperhaltung, wenn es Ihnen schlecht oder wenn es Ihnen gut geht. Ihr Körper ist ein Feedbacksystem für Ihre Gedanken. Wenn Sie Schmerzen haben, können Sie wahrscheinlich nicht so positiv denken, wie wenn Sie körperlich top fit sind.

Und so entstand die Idee des „Body & Mind Rückentraining“: Bringen Sie Körper und Geist in Einklang, damit es Ihnen gut geht!

Sie entscheiden sich, 10 Wochen lang an einem Tag in der Woche an einer aktiven Mittagspause von ca. 45 Minuten teilzunehmen. Sie tun dies nur für sich! Für einen starken und schmerzfreien Rücken. Für mehr Entspannung und weniger Stress in Ihrem Leben.

So läuft eine Einheit mit Andrea Thümmel und Alexander Gimbel ab:

10 Minuten wird ein Thema (siehe unten) aus dem Bereich Achtsamkeit und/ oder Mindset mit Andrea behandelt.

Dann folgt 20 Minuten Rückentraining mit Alex aus den Bereichen Mobilisation, Dehnung, Kräftigung, uvm. (siehe unten).

Danach ist wieder Andrea an der Reihe mit 10 Minuten Meditation und Entspannung hinsichtlich des Themas.

Am Ende haben wir ca. 5 Minuten für Feedback und Fragen eingeplant.

Wir starten am: Mittwoch, den 17.03.2021 um 13:00 bis 13:45 Uhr.

Ihr Investment sind 180,- EUR für diese 10 Wochen.

Melde Sie sich hier direkt an. Die Plätze sind begrenzt:

Der Themenüberblick:

  1. In Bewegung kommen / Einfluss der Gedanken auf den Körper
  2. Synapsentraining/ Neue Gedanken einladen
  3. Mobilisationsübungen/ Lerne, Dich auf den Tag auszurichten
  4. Dehnübungen/ Stretch Dich auch mental
  5. Top Ten Übungen aus den bisherigen Einheiten/ Fokus & Energie halten
  6. Herz-Kreislauf Übungen/ Was liegt Dir wirklich am Herzen?
  7. Kräftigungsübungen ohne Hilfsmittel /”I AM”-Bewusstsein trainieren
  8. Kräftigungsübungen mit Trainingsband/ Schwächen in Stärken verwandeln
  9. Faszientraining/ Sich selbst an erste Stelle stellen
  10. “Best of” aus allen Einheiten/ Die Balance von geben & nehmen

Wir freuen uns auf Sie! Wenn Sie Fragen und/ oder Wünsche haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Herzliche Grüße und bis zum Kurs

Andrea und Alex

Trainingsbild

Impuls zu Trainingsmöglichkeiten in der momentanen Zeit

16. Februar 2021 Aktuelles, Allgemein, Persönliches KörperManagement®

Trainingseinrichtungen wie Fitnessstudios und auch Sportvereine müssen aufgrund der Corona-Pandemie momentan noch ganz -oder zu großen Teilen- geschlossen bleiben. Welche Möglichkeiten gibt es also, sich weiterhin möglichst zielgerichtet und mit Motivation zu bewegen? Dazu möchten wir Ihnen einen Überblick geben:

Training auf Rezept/ Rehasport

Sie haben bereits eine Erkrankung? Zum Beispiel Rückenbeschwerden, eine Herz-Kreislauf Erkrankung oder ein Tumorleiden? Dann können Sie sich „Sport vom Arzt“ verschreiben lassen und dieses Rezept grundsätzlich auch momentan einlösen, denn „ärztlich verordnetes Training“ wie z.B. Krankengymnastik und Rehasport sind weiterhin erlaubt. Neben den Verordnungen (z.B. Krankengymnastik vom Orthopäden), welche sowohl für gesetzlich Versicherte als auch für Privatversicherte bei Heilbehandlern (z.B. Physiotherapeuten) „einzulösen“ sind, gibt es noch das System des Rehasports, das i.d.R. den gesetzlich versicherten Patienten vorbehalten ist. Allerdings führen nicht alle Einrichtungen das Training aufgrund der momentanen Lage und Hygienevorschriften weiterhin fort und Rehasportplätze sind sehr gefragt. Von Rehasport darf man sich allerdings oft auch nicht zu viel erwarten, da Rehasporttrainer*innen eine ganze Gruppe (unterteilt nach orthopädischen Beschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etc.) von Personen mit unterschiedlichen Beschwerden und Leistungsfähigkeit im Kursraum betreuen. Rehasport ist ein „wieder in Bewegung kommen mit den Mitteln des Sports“. Trotzdem kann es ein Weg sein, sich auch in der momentan Zeit zielgerichtet zu bewegen (wenn man gerade keine Bedenken hinsichtlich Trainings in der Gruppe hat) und dies teilweise auch zuzahlungsbefreit. Hier finden Sie weitere Informationen.

Online Präventionskurse (nach §20 SGB V)

Hier gibt es unterschiedliche Varianten: Vorproduzierte Kurse, die Sie online abrufen können und Präventionskurse, die normalerweise in Präsenz durchgeführt werden und nun aufgrund der Corona-Pandemie auch temporär online stattfinden dürfen.

Vorproduzierte Kurse haben den Charme, dass man sie jederzeit online abrufen kann, allerdings fehlt somit auch der „Druck“ eines festen Termines und der Gruppe. Diese Kurse gibt es zu den unterschiedlichsten Themen. Zum Beispiel allgemeines Fitnesstraining oder Faszientraining wie dieses Angebot von uns. Oder zu Arthrose, Osteoporose sowie dem Tabuthema Inkontinenz wie hier von FPZ angeboten.

Präventionskurse, die normalerweise in Präsenz bei einem Kursanbieter vor Ort angeboten werden, sind momentan „ins Netz verlagert“. D.h. Sie melden sich bei einem Anbieter an und haben einen Kurs zu einem bestimmten Thema und zu einer festgelegten Zeit per Onlinemeeting (z.B. via Zoom, Skype, Teams, etc.). Ganz aktuell erreicht uns die Information, dass dies nur noch erlaubt ist, solange die Corona-Hygienevorschriften die Durchführung der Kurse in Präsenz verbieten. Aktuelle Informationen dazu werden hier bereitgestellt.

Weitere Informationen zur Bezuschussung der Krankenkassen und eine Kursdatenbank finden Sie hier auf unserer FAQ Seite.

(Online) Personal Training

Sie wollen ganz gezielt 1:1 mit einem Trainer arbeiten oder sich hinsichtlich Ihres Trainings und der Ernährung coachen lassen? Im Freien und sogar bei Ihnen zuhause ist dies tatsächlich erlaubt. Auch online kann man dieses Training bekommen. Besonders auf die Onlinevariante haben wir uns spezialisiert, aber auch Trainingsräume richten wir Ihnen ein oder zeigen Ihnen in der Natur z.B. die richtige Lauftechnik. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit uns auf.

Online Angebote „just for fun“

Sie wollen „sich einfach ein bisschen bewegen und dabei motiviert werden“ und haben ein Fahrrad und/ oder Laufband „im Keller“? Dann könnte Zwift etwas für Sie sein. Dies ähnelt einem Computerspiel und ist es letztendlich auch. Mit speziellen Fahrradrollen oder Laufsensoren können Sie „gegen andere auf der ganzen Welt antreten“. Zugegeben, dies ist eher etwas für technikaffine Sportler, die sich mit anderen auf der ganzen Welt „messen“ wollen, aber wer z.B. an Volksläufen teilnimmt, ganz gut mit Ausdauersportgeräten ausgestattet ist und schon mal eine Bluetoothverbindung hergestellt hat, der findet hier eine kostenpflichtige high tech Motivation.

Youtube Videos

Zum Beispiel Rehasport und Präventionskurse sind zertifizierte Maßnahmen, die somit einem gewissen Qualitätsstandard unterliegen. Angebote wie Zwift, Gymondo und Co sind völlig frei in der Gestaltung und somit vielleicht motivierend, aber nicht immer zielführend. Gleiches gilt für Youtube Videos. Wer allerdings ganz allgemein ein paar Inspirationen und Anregungen sucht, der kann hier fündig werden. Wir sind gerade dabei, einige Inhalte dazu auf unseren Youtube Kanal zu laden und möchten Sie dazu einladen. Hier finden Sie unserem Kanal und erste Inhalte.

Wir hoffen, wir konnte Sie gut über die momentane Lage informieren und einige Impulse geben. Melden Sie sich jederzeit gerne bei Fragen und/ oder Wünschen bei uns!

Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Wir setzen die nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung um

22. Januar 2021 Aktuelles, Allgemein, Betriebliches KörperManagement®, Persönliches KörperManagement®

Das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht Bewegungsempfehlungen

Auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums befinden sich “Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung”. Eine gleichnamige Publikation kann man auf der Seite herunterladen.  Die Bewegungsempfehlungen für Erwachsene möchten wir Ihnen hier zur Verfügung stellen (siehe S. 32-33):

  • Erwachsene sollten regelmäßig körperlich aktiv sein. Sie können dadurch bedeutsame Gesundheitswirkungen erzielen und die Risiken der Entstehung chronischer Erkrankungen reduzieren.
  • Der größte gesundheitliche Nutzen entsteht bereits dann, wenn Personen, die gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang aktiv werden. Das heißt, jede zusätzliche Bewegung ist mit gesundheitlichem Nutzen verbunden. Jeder auch noch so kleine Schritt weg vom Bewegungsmangel ist wichtig und fördert die Gesundheit.
  • Um die Gesundheit zu erhalten und umfassend zu fördern, gelten folgende Mindestempfehlungen:

-Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten/Woche aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität durchführen (z.B. 5 x 30 Minuten/Woche) oder

-mindestens 75 Minuten/Woche aerobe körperliche Aktivität mit höherer Intensität durchführen oder

-aerobe körperliche Aktivität in entsprechenden Kombinationen beider Intensitäten durchführen

-und dabei die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen einzel-nen Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln (z.B. mind. 3 x 10 Minuten/Tag an fünf Tagen einer Woche)

  • Erwachsene sollten zusätzlich muskelkräftigende körperliche Aktivitäten an mindestens zwei Tagen pro Woche durchführen.
  • Sie sollten lange, ununterbrochene Sitzphasen meiden und nach Möglichkeit das Sitzen regelmäßig mit körperlicher Aktivität unterbrechen.
  • Erwachsene können weitere Gesundheitseffekte erzielen, wenn sie den Umfang und/oder die Intensität der Bewegung über die Mindestempfehlungen hinaus weiter steigern.
  • Diese Empfehlungen gelten jeweils unter Berücksichtigung der schwangerschaftsspezifischen körperlichen Anpassungen auch für schwangere Frauen bzw. Frauen nach der Entbindung (siehe hierzu Ferrari & Graf in „Das Gesundheitswesen“).

Auf den folgenden Seiten der Ausarbeitung wird der allgemeine gesundheitliche Nutzen von körperlicher Aktivität dargelegt. Hier möchten wir einige Auszüge zusammenfassen:

  • Durch regelmäßige körperliche Aktivität lässt sich das Gesamtsterblichkeitsrisiko erheblich senken.
  • Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wird bei regelmäßiger körperlicher Aktivität um 20 – 33% reduziert.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass für das Gewichtsmanagement mehr als 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche notwendig sind.
  • In Bezug auf eine Erkrankung an Diabetes Mellitus Typ 2, ist das Risiko für fitte Personnen um 42% reduziert.
  • Der „European Code against Cancer“, die „American Cancer Society“ und die WHO berichten von einer substanzieller Evidenz dafür, dass körperliche Aktivität das Risiko für das Auftreten verschiedener Tumorarten, wie z. B. Brust-, Darm- und Endometriumtumor senken kann.
  • In den kanadischen Bewegungsempfehlungen und in den Empfehlungen der WHO wird betont, dass regelmäßige Bewegung und Training zur Prävention von Osteoporose beiträgt.
  • Regelmäßige Bewegung kann dem Auftreten von Depression entgegenwirken. Die Studien zeigen allerdings lediglich moderaten bis kleinen Effektstärken.

In der Folge wird vom gesundheitlichen Nutzen z.B. hinsichtlich des Umfanges, Dauer und Häufigkeit sowie der Art der körperlichen Aktivität berichtet. Auch auf die Bedeutung langer Sitzperioden wird eingegangen und andere Zielgruppen (ältere Personen, chronisch kranke Patienten und Kinder) analysiert.

Wir begrüßen diese Empfehlungen und setzen sie entsprechen in unserem Persönlichen KörperManagement und Betrieblichem KörperManagement um.

Homefitness Technogym

Fitnesstraining für zuhause

15. Januar 2021 Aktuelles, Allgemein, Persönliches KörperManagement®

Train@home mit hochwertigem Fitness Equipment von Technogym

Immer häufiger bekommen wir Anfragen zur Einrichtung eines Homefitness Bereiches, weil die Fitnessstudios aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen haben. Da uns Ihre Gesundheit und Ihr Trainingsfortschritt selbstverständlich am Herzen liegt, möchten wir alles tun, um Sie hier bestmöglichst zu begleiten und beim Erreichen Ihrer Ziele (z.B. Reduzierung von Rückenschmerzen, Verbesserung der Ausdauer, Abnahme von Körpergewicht, etc.) zu unterstützen. Ganz gleich ob Kardio-, Kraft- oder Kleingeräte – wir beraten Sie gerne und nutzen dazu die hochwertigen Trainingsgeräte von Technogym. Wir übernehmen den ganzen Prozess von der Trainingsberatung bis zur Bestellung. So können Sie das Training (ggf. mit Personal Training) zu Hause optimal gestalten und auch über den Lockdown hinaus das Training im eigenen Trainingsraum mit dem Training bei uns kombinieren. Lassen Sie uns gemeinsam alles aus dieser Zeit herausholen und mit Vollgas in ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2021 starten! Wir beraten und trainieren Sie gerne!

Nackenmuskulatur

KörperManagement® – Tipp zur Entspannung der Nackenmuskulatur

25. Juli 2018 Allgemein, Institut, Persönliches KörperManagement®

Wir möchten Ihnen eine Anregung geben, wie Sie auch im Büro Übungen zur Entspannung der einseitig belasteten Schulter-/ Nackenmuskulatur durchführen können. Dieses Programm nennen wir BusinessGym. Einige Übungen daraus möchten wir Ihnen hier vorstellen:

Dehnung der seitlichen Nackenmuskulatur

Ziehen Sie den Kopf mit der linken Hand soweit in die Seitneigung (keine Drehung), bis Sie ein schmerzfreies Spannungsgefühl auf der entgegengesetzten Seite spüren. Der rechte Arm wird gleichzeitig unter Beugung des Handgelenks zum Boden gestreckt.

Verbleiben Sie für ungefähr 30 Sekunden in dieser Körperhaltung und wechseln Sie danach die Körperseite.

 

 

Mobilisation des Schulter-Nacken-Bereiches

Führen Sie Ihre Ellenbogen in möglichst großen Kreisen um die Schultern. Betonen Sie dabei die Bewegung hinter Ihren Körper.

Wiederholen Sie die Übung 25 – 30 sec lang.Wechseln Sie danach die Drehrichtung.

 

 

Dehnung der Nackenmuskulatur

Fassen Sie die Hände am Hinterkopf zusammen und ziehen Sie das Kinn Richtung Brust, bis Sie im Nacken ein schmerzfreies Spannungsgefühl spüren.

Verbleiben Sie ca. 30 sec in dieser Körperhaltung.

 

 

Führen Sie die Übungen regelmäßig (am besten täglich 1 bis 2 mal) durch. Warten Sie nicht, bis Sie Verspannungen spüren. Vorbeugen ist immer besser als Heilen.

Betriebliche Gesundheitsförderung, Rehasport, Training, Rückenkurs, Präventionskurs, Rückenfit

Jetzt neu bei uns: Rehasport

28. März 2018 Institut, Persönliches KörperManagement®

Als anerkannter und zertifizierter Leistungserbringer für Rehabilitationssport (kurz: Rehasport) nach §44 SGB, bieten wir Rehasport für Menschen mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat an.

Das Ziel des Rehasports ist, Menschen zu helfen, die bereits eine Erkrankung haben, behandelt oder sogar operiert wurden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Personen mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat. Auch für Menschen mit chronischen Beschwerden, ist der Rehasport ein adäquates Mittel zur Schmerzlinderung und Steigerung des Wohlbefindens.

Für die Teilnahme benötigen Sie eine Verordnung (Formular 56) Ihres Arztes. In der Regel umfasst eine Verordnung 50 Übungseinheiten, die in maximal 18 Monaten zu absolvieren sind. Rehasport bieten wir als Gruppentraining mit maximal 14 Personen an. Dabei werden Übungen zur Verbesserung von Koordination, Kraft und Beweglichkeit durchgeführt.

Trainingsziele sind z. B.:

  • Förderung von koordinativen Fähigkeiten
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur
  • Verbesserung der Dehnfähigkeit
  • Lösung von muskulären Verspannungen

In 3 einfachen Schritten nehmen Sie am Rehasport teil:

  1. Ein Arzt (keine Facharztbeschränkung) verordnet Ihnen Rehasport und Sie lassen sich die Verodnung von Ihrer Krankenkasse genehmigen.
  2. Sie vereinbaren einen Termin mit uns und wir führen ein persönliches Beratungsgespräch durch.
  3. Sie kommen je nach Rezept ein- oder zweimal wöchentlich in unser Institut und nehmen am Training teil.

Unsere Kurszeiten sind:

  • Dienstags 11.00 – 11.45 Uhr und 12.00 – 13.00 Uhr
  • Freitags  15.15 – 16.00 Uhr und 16.15 -17.15 Uhr

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

Personal Trainer, Gesundheitsberater

KörperManagement®Tipp zum Thema Entzündungen

6. Februar 2018 Allgemein, Institut, Persönliches KörperManagement®

Was tun bei Entzündungen? Wie Sie Entzündungen reduzieren oder gar vermeiden können erläutert Ihnen Dr. Bernd Gimbel:

Täglich muss sich Ihr Körper mit schädlichen Viren und Bakterien auseinandersetzen. In den meisten Fällen gelingt es Ihrem Immunsystem, diesen Kampf zu gewinnen, so dass Sie von diesen Angriffen nichts mitbekommen. In anderen Fällen entstehen Entzündungen. Die betroffenen Stellen werden heiß, erröten, schwellen an und beginnen zu schmerzen. Ist die Gefahr gebannt, schaltet Ihr Immunsystem wieder einen Gang zurück. Oft bleiben stille Entzündungen zurück, die Sie nicht spüren, die aber zur Ursache schwerwiegender Erkrankungen werden können: Arthrose, Arteriosklerose, Diabetes, auch Krebs und Depressionen werden damit in Verbindung gebracht.

Ihr Immunsystem setzt bei der Bekämpfung von Entzündungen u.a. sogenannte freie Radikale frei. Diese aggressiven Moleküle sollen einerseits die Fremdkörper in Ihrem Organismus bekämpfen, können andererseits aber auch gesundes Gewebe attackieren. Freie Radikale suchen nach Reaktionspartnern und finden sie u.a. an den Zellmembranen oder im Zellkern. Deshalb ist es ratsam, regelmäßig die Entzündungsparameter im Blut (ein wichtiger ist das kohlenstoffreaktive Protein – CRP) ärztlich überprüfen zu lassen, bevor unbehandelte Entzündungen sich in Ihrem Körper ausbreiten und später zu den oben erwähnten Krankheiten führen.

Mehr Bewegung und gesunde Ernährung senken die Entzündungswahrscheinlichkeit

Eine wichtige Rolle für Entzündungen spielen die Fettdepots. Aus ihnen werden nämlich entzündungsfördernde Zytokine freigesetzt. Eine Reduktion Ihrer Fettdepots über mehr Bewegung und gesündere Ernährung senkt demnach nicht nur Ihr Gewicht, sondern senkt zugleich die Entzündungswahrscheinlichkeit in Ihrem Körpergewebe.

Ernährungstechnisch wirken sich Omega-3-Fettsäuren, die Sie in fetten Seefischen, Nüssen etc. finden, entzündungshemmend aus. Buntes Obst und Gemüse mit seinen antioxidativen Pflanzenstoffen neutralisieren dabei als Gegenspieler die freien Radikalen. Probiotischer Joghurt und fermentiertes Sauerkraut stärken die Darmflora und entlasten auf diese Weise das Immunsystem. Auch Vitamin D stärkt in Verbindung mit Sonnenlicht Ihre Immunabwehr.

Da bekannt ist, dass auch bei Stress vermehrt weiße Blutkörperchen und weitere Entzündungsstoffe entstehen, wirkt gezielter Stressabbau demnach auch auf die Reduzierung von Entzündungsprozessen im Körper. Da diese vermutlich auch an den Alterungsprozessen der Menschen beteiligt sind, können Sie durch eine entsprechend entzündungshemmende Lebensweise sogar länger gesund jung bleiben.

Viel Erfolg bei Ihrer Verjüngungskur wünscht Ihnen

Ihr Dr. Bernd Gimbel, KörperManagement® KG Bad Homburg

Gesundheitskompetenz; KörperManagement Trainingsplanung, Ergebnismessung, Besprechung der Strategie, Ernährungsberatung

Online Ernährungsberatung

26. Januar 2018 Institut, Persönliches KörperManagement®

Individuelle Ernährungs- und Körpergewebeanalyse  –

Ernähren Sie sich ausreichend mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelement? Entspricht Ihre Kalorienaufnahme Ihrem täglichen Aktivitätslevel? Ist ihre Flüssigkeitszufuhr ausreichend?

Eine Beantwortung dieser Fragen erhalten Sie über das Online Ernährungsprotokoll von Dr. Ambrosius®. Danach erfolgt eine individuelle Ernährungsberatung auf Basis Ihrer Ergebnisse bei uns vor Ort. Eine Ernährungsberaterin wertet Ihre Daten computergestützt aus und Sie erhalten Informationen zur Optimierung Ihres Ernährungsverhaltens, ohne dabei auf den Genuss beim Essen verzichten zu müssen.

Zusätzlich erhalten Sie bei uns vor Ort eine Körpergewebeanalyse mit individueller Beratung. Muskulatur ist stoffwechselaktives Gewebe, zu viel Körperfett belastet die Gesundheit. Mit unserem mobilen Gerät bestimmen wir dabei den Körperfettgehalt, den Flüssigkeitsanteil und die Muskelmasse. Sie wird als bioelektrische Impedanzanalyse durchgeführt (BIA). Außerdem können wir damit die Leistungsfähigkeit und den Gesundheitszustand auf der zellulären Ebene messen. Je optimaler die Körperzusammensetzung ist und je funktionstüchtiger die Zellmembranen sind, desto besser ist die Gesundheit. Die computergestützte Auswertung vergleicht und bewertet Ihre persönlichen Daten mit statistischen Referenzwerten. Individuelle Empfehlungen zur Veränderung der Körperzusammensetzung regen Sie dazu an, zukünftig bewusster auf Ihre Gesundheit zu achten.

Online Angebot Ernährungsberatung & Körpergewebeanalyse: 180,- €

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich hier bei uns. Wir legen Ihnen einen Onlinezugang für ihr individuelles Ernährungsprotokoll an und vereinbaren mit Ihnen einen Termin für das Beratungsgespräch und die Körpergewebeanalyse.

Hirse-Banane-Porridge

KörperManagement® Frühstücks-Tipp:

5. Januar 2018 Institut, Persönliches KörperManagement®

Hirse-Bananen-Porridge!

Dieses Mal möchten wir Ihnen eine abgewandelte Form des warmen britischen Frühstücks Porridge vorstellen, das gut in die Jahreszeit und zum Zeitgeist passt. Das Gericht ist wunderbar wärmend und äußerste schnell zubereitet. Es ist ein guter Ersatz zu Brot und Müsli bei gluten- und laktose sensiblen Menschen.
 
Wir ersetzen den Hafer aus der klassischen Form des Porrige durch Hirse. Dieses Getreide ist sehr mineralstoffreich und wohlschmeckend. In Hirse sind Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium und im Vergleich zu anderen Getreiden besonders viel Silizium (Kieselsäure), Eisen und Vitamin B6 enthalten. Aufgrund des Blausäuregehaltes sollte rohe Hirse allerdings nicht täglich verzehrt werden. Hirse ist glutenfrei und kann somit eine gute Zutat bei der Suche nach einem Frühstücksersatz für Menschen mit Magen-Darm-Problemen aufgrund einer Glutenunverträglichkeit sein. Die Milch kann bei Unverträglichkeit zudem durch eine laktosefreie Variante wie Mandel- oder Reismilch, etc. ersetzt werden. Als Obst nutzen wir die Banane. Sie macht selbst an trüben Tagen glücklich, da in ihr Serotonin enthalten ist. Dieses Glückshormon wirkt sich im Gehirn positiv auf das zentrale Nervensystem aus und sorgt so für gute Laune. Kurkuma wirkt anti-entzündlich, Kakao positiv auf das Gehirn und Zimt hat eine krampflösende, desinfizierende, beruhigende, stimmungsaufhellende und durchblutungsfördernde Wirkung.
 
Experimentieren Sie gerne ein wenig mit den Zutaten so, dass eine wohlschmeckende und positiv wirkende Mahlzeit als Ersatz für den üblichen “Einheitsbrei” beim Frühstück für Sie dabei heraus kommt.
 
Wohl bekommts!